Ich mache Neuseeland unsicher ;o)

 

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Mo., 21.09.2009: Bye Bye North Island!

So, nun bin ich also schon auf der Suedinsel....krass, wie schnell die Zeit verfliegt....

Am 17.09. fahren wir von Wellington aus mit der Faehre nach Picton im Norden der Suedinsel. Die Fahrt durch den Marlborough Sound gegen Nachmittag ist toll...die Sonne scheint und ich verbringe die dreistuendige Fahrt auf dem Sonnendeck und geniesse die Fjordlandschaft der Marlborough Sounds, welche man auf dem Weg nach Picton durchquert. Es gibt ganz viele schoene Buchten und Sandstraende zu sehen. Das Wasser ist total klar und tuerkisblau. Picton an sich liegt zwischen gruen bewachsenen Bergen und dem Queen Charlotte Sound. Viele Aktivitaeten stehen hier nicht an, aber wir bleiben trotzdem fuer eine Woche hier...das Hostel ist einfach genial. Wir entspannen jeden Abend im Whirlpool und geniessen den allabendlichen frisch gebackenen Applecrumble mit Vanilleeis. Die gesamte Anlage ist hier sehr scheon gestaltet, mit Garten, Innenhof mit Ofenfeuer, Treehouse und Sofas.

 Abends sitzen Henrik und ich in besagtem Innenhof und kommen mit einem in Australien lebenden neuseelaendischen Paerchen Anfang 40 ins Gespraech, das extra fuer das Big Game (Rugbyspiel in Wellington Australien vs. All Blacks NZ) hergeflogen ist. Sie versorgen uns mit sagenhaft leckeren Nachos mit Bohnenmus, Salsasauce und Kaese ueberbacken und spaeter am Abend mit Tequila... ein sehr nettes Paerchen, mit dem wir ueber alles moegliche quatschen...vor allem die Storys ueber das Polizisten-Dasein in Neuseeland, die uns rachel erzaehlt, sind sehr unterhaltsam.

Der folgende Tag ist sehr bewoelkt, daher legen wir einen Gammeltag ein...lesen, gehen kurz in die "Stadt", Postkarten kaufen...liegen in der Haengematte....so Zeugs halt.

Ich frage wegen Tauchgaengen nach, aber anscheinend ist hier noch nicht wirklich Saison....von daher klappt das leider nicht. Abends treffe ich Christian wieder, der in Whangarei mit mir zusammen die Abbey-Caves erkundet hat....er ist zufaellig ins selbe Hostel abgestiegen. Er unternimmt die naechsten Tage dann gemeinsam etwas mit uns...

Zum Einen die Wanderung zur Snout, der Spitze der Landzunge im Sound am Samstag. Dort sehen wir auch Delphine, die aus dem Wasser springen....sehr schoen!

Darauf folgt ein Fahrrad-Tag, da es die hier for free gibt....allzu pralle die fahrraeder allerdings nicht, von daher fahren wir nur ein kurzes Stueckchen bis zu einem kleinen Hafen mit Wiese davor und braten in der Sonne...

18.9.09 03:58


16.09.09: Auf Robbenjagd in Wellington

Von Taupo aus geht es nach Wellington im Sueden der Nordinsel, in die Hauptstadt....mit sage und schreibe um die 400.000 Einwohnern. Angeblich ist Wellington auch als "Windy City" beruechtigt, da die Cook Strait zwischen Nord- und Suedinsel als Trichter wirkt und den Wind buendelt....in der Stadt an sich merkt man da nicht allzu viel von....allerdings wenn man naeher Richtung Meer geht, um zum beispiel auf Robbenjagd zu gehen... Zunaechst begnuegen wir uns jedoch damit, an der Uferpromenade des Naturhafens Wellington Harbour zu flanieren und ein bissel in der Stadt spazieren zu gehen. Die Sonne scheint und es ist sehr schoen, an der promenade und den kuenstlich angelegten Straenden entlangzulaufen. Um eine bessere Uebersicht ueber die Stadt zu bekommen laufen wir bis zum Mt. Victoria Lookout. Der naechste Tag ist wettertechnisch nicht so schoen....und wir machen einen Museumstag draus. Das Te Papa oder Museum of New Zealand bietet 5 Etagen an Unterhaltung/Langeweile/Interessantem/Uninteressantem ueber Tierwelt, Natur und Voelker der Insel...ist ganz nett als Programmpunkt, da umsonst, aber wirklich vom Sessel reissen tut es uns nicht...

Am naechsten Tag fahren wir mit nem Cable Car einen kleinen Huegel rauf und laufen ihn durch den Botanischen Garten wieder runter...leider ist noch keine Rosensaison, sodass die Hauptattraktion, der Rosengarten leider ziemlich trostlos aussieht...aber wir erfreuen uns an den restlichen Blueten im Garten...und gammeln ansonsten den Rest des Tages im Hostel, sitzen auf der Couch draussen auf der Veranda und quatschen mit anderen Backpackern.

Der Tag darauf ist wieder mit 6 Stunden Wandern gefuellt...zur Robbenkolonie am Sinclair Head. Dort wird uns auch klar, warum Wellington Windy City genannt wird....der Wind peitscht uns den Sand um die Ohren und weht uns fast um, aber wir werden mit einem ganzen haufen von Seals belohnt....die faulen Viecher liegen auf den Steinen rum und kuemmern sich kein bisschen um unsere Anwesenheit....da die auch noch so gut getarnt sind und selbst aussehen wie Steine, muessen wir ziemlich aufpassen, nicht aus Versehen auf einen drauf zu treten...und wir halten leiber einen gewissen Sicherheitsabstand...so ne grosse maennliche Robbe ist schon nicht ohne....die sehen da auch schon eher aus wie halbe Walroesser....stehen wohl gut im Futter.

Naja, jedenfalls fanden wir es toll, die Tierchen mal freilebend aus naechster naehe gesehen zu haben.

Da in wellington ansonsten nichts mehr zu machen ist, werden wir am naechsten Tag auf die Suedinsel uebersetzen...

18.9.09 11:41


Mi, 09.09.09: Ups!

Hola, da hab ich ja ganz schoen geschludert mit meinen Eintraegen...sorry, ich gelobe Besserung....allerdings war ich in den letzten Tagen in Orten mit horrenden Internetgebuehren....also habe ich lieber drauf verzichtet.

Also, dann jetzt einen kurzen Ueberblick meiner Aktivitaeten der letzten Tage:

Whangarei habe ich mit einem Tauchausflug zur Tutukaka-Coast und den dortigen Poor-Knights-Islands abgeschlossen. War sehr genial der Ausflug....wir waren nur zu viert aufm Boot und ich hab nen Buddy abgekriegt, der sich ruehrend um mich gesorgt hat....als unerfahrenste Taucherin an Bord....und wir haben ganz viele Fische, bunte Korallen und anderes Gedoens gesehen....sehr schoen alles! Ueber wasser konnten wir dann auch noch faule Seehunde in der Sonne brutzeln sehen und sind in die groesste Meereshoehle der suedlichen Hemisphaere gefahren. Okay, das Wetter war nicht pralle, aber das juckt einen ja eher weniger, wenn man unter Wasser ist. Der Wellengang an diesem Tage war allerdings nichts fuer schwache Maegen....aber mich hats nicht weiter gestoert.

Mit einem Zwischenstopp in Auckland ging es dann weiter nach Coromandel auf der Coromandel Peninsula....wo zwar nicht viel los ist, aber schoene Straende und hoffentlich gutes Wetter einen erwarten....

Dort treffe ich auf drei andere Deutsche, mit denen ich einen Wagen miete, um den Coastal Walkway sowie Hot Water Beach und Cathedral Cove zu erreichen. Klappt auch alles prima, ich hab nur zwischendurch Angst um das Auto, da ich durch ne Furt fahren muss und der Wagen etwas unsanft aufsetzt....aber zum Glueck ist alles heil geblieben....

Der Coastal Walkway ist super, man koennte alle 5 Meter stehen bleiben, um ein Photo zu machen, so schoen ist die Landschaft. Schon alleine die Autofahrt hat sich gelohnt, da wir von der kurvigen Kuestenstrasse aus bereits viele schoene Aussichten geniessen koennen...okay, ich etwas eingeschraenkt, ich muss ja auf die Strasse gucken....aber mein Angebot, anzuhalten, wenn ein schoenes Motiv auftaucht, wird nach anfaenglichem Zoegern gerne genutzt. Die Sonne scheint den ganzen Tag und so macht das Wandern besonders viel Spass.

Auch Cathedral Cove

 

und der Hot Water Beach am naechsten Tag sind ein lohnendes Ziel...allerdings sind wir Pussies und verzichten darauf, uns einen eigenen HotPool am Strand zu buddeln....erstens ist es arschkalt und zweitens haben wir keine Schueppe....zwei schlagende Argumente, wie ich finde.

Ansonsten vertreiben wir uns die Zeit in Coromandel mit der Besteigung des Castle Rock....insgesamt ca. 25 km, die wir an dem Tag wandern, aber wir werden mit ner genialen Aussicht belohnt!

Danach fahren wir nach Rotorua, eine nach Schwefel stinkende Stadt, mit einem super Hostel (man kann sich ganz prima im Innenhofgarten sonnen und entspannen ;o)).

Wir besuchen dort ein Hangi der Maori, gucken uns ein Geothermalgebiet an (wobei gesagt werden muss, dass die hier fuer ALLES - auch fuer jeden Scheiss - Geld sehen wollen....diese gerissenen *zensiert* Maori....die Islaender bauen um ihre Naturphaenomene doch auch keine Zaeune, verdammte Hacke!) und erkunden die Stadt...

die Jungs fahren ausserdem nach MataMata bzw. Hobbiton und springen aus nem Flugzeug in 15000 Fuss Hoehe....uns Maedels steht da nicht so der Sinn nach und wir bummeln stattdessen durch die stinkende Stadt und relaxen im Hostel in der Sonne.

 Nach einigen Tagen in Rotorua folgt dann ein Aufenthalt in Taupo. Hier schonen wir unsere Reisekasse, indem wir wandern....und zur Abwechslung wohin? Genau, auf einen Berg! Verdammt anstrengend in der Sonnenhitze, aber wieder einmal ein schoener Ausblick....und so ist man den ganzen Tag beschaeftigt....herrlich! Und wir sehen uns die Huka Falls an.

Heute regnet es leider hier....aber das haelt Elisa und mich nicht davon ab, in heissen Quellen zu plantschen, die hier am Rande eines Wanderweges entlangfliessen....sehr entspannend.

Naja, morgen gehts auch schon wieder nach Wellington in die Hauptstadt....von dort dann mehr!

9.9.09 11:10


Do, 27.08.09: Whangarei

Ich breche wieder gen Sueden auf, da es in paihia ansonsten nichts zu sehen gibt und lande in Whangarei in einer alten Villa von 1903...ganz gemuetlich, allerdings scheint die Einrichtung auch noch aus dieser Zeit zu stammen....anders kann ich mir diese Tapetenmuster und Moebel nicht wirklich erklaeren...hier muesste mal ein moderner Inneneinrichter ans Werk. Aber gut, es passt einfach.

Am ersten Tag schaue ich mir ein bissel die Stadt an, die schonmal definitiv groesser ist als Paihia...sogar ein Pak'n'Safe-Supermarkt haben se hier. Noch sind nicht viele Leute im Hostel, dafuer aber sehr nette...und auch deutsch. Okay, und ein Ire, den wollen wir ja nicht unterschlagen. Da der aber arbeiten muss, wandere ich am Freitag alleine mit den drei Deutschen zu den Abbey-Caves. Dies sind drei Hoehlen, durch die ein Fluss fliesst und mit Stalgmiten und Stalagtiten und Gluehwuermchen gespickt sind.

Leider ist die erste, die Organ Cave zur Zeit gesperrt (dies ist die groesste Hoehle mit huefttiefem Wasser und den meisten Tropfsstein-Formationen), da dort vor kurzem Felsen runtergestuerzt sind...aber die anderen beiden warten nur darauf, von uns erkundet zu werden...und es ist einfach nur genial, das spassigste und beste, was ich bis jetzt hier erlebt habe...und das fuer umsonst....so koennte es immer sein. Wir sind mit Taschenlampe ausgeruestet und seelisch und moralisch drauf eingestellt, nass zu werden und klettern in die Middle-Cave. Als wir das Fluesschen erreichen, ziehen wir die Schuhe aus und gehen barfuss weiter...das Wasser hat die Steine groesstenteils abgeschliffen, sodass man das ohne Gefahr fuer die Fuesse tun kann. Und es ist toll...zwischendurch muessen wir durch engere Durchgaenge krabbeln, knietief durchs wasser waten oder lassen einfach in kompletter Dunkelheit die Gluehwuermchen auf uns wirken. Es ist wie ien kleiner Sternenhimmel....man koennet fast vergessen, dass man in einer Hoehle steht und Tonnen von fels einen vom Himmel trennen.

Die zweite Hoehle, die Ivy Cave, setzt allerdings noch einen drauf. Dort muessen wir zwar durchgaengig mehr klettern und uns um Ecken herumwinden, aber sie weist mehr Vorspruenge und hohe Spalten auf, sodass die gluehwuermchen noch besser wirken. Schlussendlich wird unser Abenteuer an einer Passage gestoppt, wo wir ohne Fuehrer nicht wissen, ob es Sinn macht, weiter zu gehen...die Decke wird immer niedriger und das wasser hoeher, sodass wir mit den Rucksaecken auf dem Ruecken nur schwer vorwaerts kommen ohne zu schwimmen. Ausserdem muessen zwei ihren Bus nach Paihia erwischen, sodass wir es fuer sinniger erachten, umzukehren...schliesslich haben wir schon so viele schoene Sachen in diesen Hoehlen gesehen, dass wir mehr als zufrieden sind. Der lange Fussmarsch bei strahlendem Sonnenschein zu den hoehlen hat sich auf jeden fall gelohnt...

29.8.09 02:28


Mi, 26.08.09: Der Nebel des Grauens...

Nun geht es mit einer gebuchten Tour hoch in den Norden zum Cape reinga und Ninety Mile Beach.

 Ninety Mile Beach, New Zealand

 Auf dem Weg halten wir kurz an einem Rundgang durch einen Kauri-Wald, in dem ich erstmal einen riesigen Baum umarme, fuer den man allerdings mindestens 5 Leute braeuchte, um ihn richtig zu umarmen. Faszinierend....diese Fichtenbaeume werden riesig und sind uralt (ca. 50 m hoch, 2000 Jahre)...der Wald dort ist wohl an die 1000 Jahre alt...heutzutage findet man allerdings nur noch Ueberbleibsel ehemaliger grosser Waelder, da das schoene Holz und das Harz eine starke Abholzung foerderten.

danach gehts zum Duenensurfen...wir rauschen auf harten Schaumstoff-Brettern liegend die Duenen runter...die vom regen ziemlich hart geworden sind und dadurch umso schneller...was beim Bremsen mit den Fuessen nicht unbedingt gut tut, ich habs getestet. Allerdings kam man ums Bremsen nicht drum rum, da unten eine kleine Duenenboeschung auf einen wartete, wo man besser nicht runtersausen sollte mit anschliessendem kleinen Wasserstrom...nicht zu bremsen war also nicht sonderlich empfehlenswert...naja, es hat trotzdem Spass gemacht...allerdings waren natuerlich vor dem Surfen erst einmal die Duenen zu erklimmen....was einen dann davon abgehalten hat, mehr als drei mal runter zu schliddern.

Tja, das eigentliche Ziel der Tour, den Ninety Mile Beach und Cape Reinga erreichen wir dann auch bald...allerdings ist bloedes Wetter und sehr viel Nebel. Wir brettern ueber den Strand und koennen leider nicht so weit sehen, wie man es normalerweise koennte....in Wirklichkeit nur ca. 64 Meilen (also 100 Kilometer).

Naja, das Wetter kann man nicht aendern...also sehen wir den nebel als mystische Beigabe an...laut Maori ist naemlich das Cape Reinga der Ort, wo die Seelen der Toten entschwinden. Deren reise beginnt mit einem Rutsch an den Wurzeln eines 800 Jahre alten Pohutukawa-Baumes hinunter in den Ozean. Sie tauchen wieder auf und erklimmen Ohaua, die hoechste der Three Kings Islands, sagen ein letztes Mal "tschuess", folgen dem Ninety Mile Beach zum Cape Reinga und kehren dort zu ihren Vorfahren nach Hawaiki zurueck. Cape reinga liegt dermassen im Nebel, dass dort gerade viele Seelen unterwegs sein muessen...wir koennen noch nicht einmal wirklich das Meer gegen die Klippen rauschen sehen...wir hoeren es nur und koennen es ansatzweise erahnen....tja, schoene Aussichten sind uns heute wohl nicht vergoennt...Pech gehabt, war aber trotzdem schoen.

 

 

 

29.8.09 02:04


Di, 25.08.09: Northland

Endlich geht das Reisen richtig los...Northland, die Provinz noerdlich von Auckland, die sich 350 km weit zieht und den Pazifik von der Tasmansee trennt, ist die naechste Station. Beide Streomungen treffen am Cape Reinga, dem noerdlichsten auf dem Strassenweg zugaenglichen Punkt Neuseelands, zusammen. Mein Ziel ist die Bay of Islands, ein zerkluefteter und von Inseln uebersaeter Kuestenabschnitt. Im Gegensatz zu Auckland habe ich mir ein total schoenes Hostel in Paihia ausgesucht. Sehr klein, gemuetlich und mit Hauskatze und Papagei (der einem allerdings sofort an die Waesche geht, sobald man was glitzerndes wie einen Reissverschluss oder Knopf an seiner Kleidung hat).

Naja, es regnet auf dem Weg durch saftig gruene, huegelige Landschaft nach Paihia, aber da sitze ich ja im Bus. Ich habe Glueck und in den 15 Minuten, die ich vom Bus mit meinem Gepaeck zuruecklegen muss, ist es nicht am regnen. Der restliche Tag ist mit vielen weiteren Schauern gespickt. macht aber auch nichts, denn in der "Stadt" an sich gibt es eigentlich nichts. Ausser einer Strasse mit ein paar Souvenir-Geschaeften, ner Post und nem kleinen Supermarkt. Aber ich will von hier aus den aeussersten Norden erkunden und eine Tagestour zum Cape reinga mitmachen. Zunaechst nutze ich jedoch den ersten Tag meines Aufenthaltes, um die Haruru-Falls und die Waitangi-Treaty-Grounds zu erkunden. Ersteres mache ich tatsaechlich...leider gesellt sich zum Wasserfall auch noch Wasser von oben. Die Wanderung dorthin hat sich nicht wirklich gelohnt, da der wasserfall die Hoehe eines handelsueblichen Wehrs bei uns hat und ausserdem braunes dreckiges Wasser hinunterrauscht...nicht wirklich schoen. Aber gut, der Weg war abgesehen vom regen ganz schoen und fuehrte an richtigen Mangrovenwaeldern vorbei, die, wie es sich gehoert , bis zum Knie bzw. Hals im Wasser stehen. (Und sich nicht wie auf Rangitoto an trockene Lava klammern.)

Fuer die Treaty-Grounds bin ich dann zu geizig. Fuer 20 NZ-Dollar zwei Haeuschen und eine in den Boden gerammte Fahne zu sehen (dort wurde der Vertrag von Waitangi unterzeichnet, das als Gruendungsdokument des modernen Neusellands angesehen wird: Die Souveraenitaet Aotearoas ging an die Briten ueber und die darin garantierten Rechte der Maori wurden nur selten gewahrt...daher ist dieser historische Moment auch sehr umstritten und hat zu einigem Zwist gefuehrt, was hier aber zu lange dauern wuerde, zu erlaeutern. ) Ich beschliesse, dass ich diesen Moment der Geschichte auch so wuerdigen kann und spare mir den Eintritt.

26.8.09 10:09


Mo, 24.08.09: Und sie wandert...und wandert...und wandert...

Nach kurzer Pause nun die naechsten Infos zu meiner Zeit in Auckland:

Das Wochenende hab ich kaum in Auckland selbst verbracht, sondern auf vorgelagerten Inseln. Im Hauraki Gulf, einem 70 Quadratkilometer grossen Meereseinschnitt nordoestlich der Stadt gibt es einige davon (ca. 47). Am Samstag ging es mit der Faehre nach Rangitoto-Island, ca 10 km von Auckland entfernt. Das ist der Vulkan, den man von Auckland aus immer im Blick hat:

Rangitoto ist der juengste und groesste Vulkan Aucklands. Er entstand vor ca. 600 Jahren und wurde von den Maori uebersetzt "blutroter Himmel" genannt. Naja, da gibt es jedenfalls nix weiter auf der Insel als Natur...also stand Wandern auf dem Programm. Wieder mal. Aber ich hab ja Spass dran. Es gab auch viel zu sehen, von daher war es ganz interessant. Neben den Pohutukawa-Waeldern (die leider erst im Dezember feuerrot bluehen), gibt es dort auch Mangrovenwaelder...auf dem trockenen Lavagestein. Klingt komisch, ist aber so...

EIn Grossteil meines Weges fuehrte ueber schwarze Lava...bei strahlendem Sonnenschein...ich hab mich sehr schnell nach einer kalten Dusche gesehnt...auf dem Weg kam ich zwar auch an einem schoenen Strand vorbei, hatte aber dummerweise kein BAdezeug mit. Also musste ich bis im Hostel auf eine Abkuehlung warten.

NAch erfolgreicher Gipfelerstuermung fuehrte mich mein Weg dann noch zu Lavahoehlen, die zwar wenig spektakulaer waren, aber zumindest konnte ein kurzer Lavatunnerl ein kleines bisschen meinen Spieltrieb befriedigen. Zurueckwandern, Faehre nach Auckland, ab ins Hostel...wo feierwuetige Zimmerkolleginnen einen erwarteten...allerdings war das Hostel an sich, genauso wie seine Bar ziemlich grottig...was uns schnell zu doof wurde...und ich war eh kaputt vom Wandern, von daher ging es ab ins Bett. Am naechsten Tag stand ja auch schon wieder ne Faehrfahrt mit anschliessendem Wandern auf dem programm. Dieses Mal war Waiheke Island das Ziel. 20 km von Auckland entfernt und die zweitgroesste Insel im Hauruki Gulf. Da das Wetter aber nicht so pralle war und ich auch etwas spaeter ankam, als geplant, lohnte sich das Ausleihen eines Autos zur Inselerkundung nicht wirklich. Also musste fusslaeufiges erkunden des westlichen Teils der Insel und der besuch des ortsansaessigen und wahrscheinlich gemuetlichsten Kino der Suedhemisphaere, in dem man sich wunderbar in Couch und Sessel flezen kann, reichen. War ein dementsprechend entspannter Tag, an dessen Ende ich mich schon total auf die Abreise nach Paihia am Montag morgen freue...
23.8.09 22:31


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